Azubis in Wort und Bild

18.05.2020Artikel über das Auslandspraktikum 2019 - Malta

Einleitung

Den Nachwuchskräften der Stadt Wetzlar wird im 2ten Lehrjahr die Möglichkeit eines Auslandspraktikums angeboten. Daniel Lobkov und ich, Carina Bunk haben dieses Angebot angenommen und flogen am 01.07.2019 nach Malta, um dort drei Wochen in Unternehmen zu arbeiten und das Leben dort Vorort kennenzulernen.

Meine persönlichen Erfahrungen

Die Partnerorganisation „Arbeit und Bildung e.V.“ hatte uns einige Monate vor unserer Abreise Informationen und Tipps zum Praktikum in Malta geschickt. Damit hatten wir im Vorfeld eine gute Übersicht, was wir zu welchem Zeitpunkt zu erledigen hatten (Versicherung, Flugtickets, Bewerbung, Englischtest, etc.). Nachdem wir all dies geregelt hatten, flogen wir am 01.07.2019 nach Malta. Am Flughafen verlief alles reibungslos und auch als wir mitten in der Nacht in Malta ankamen, wartete bereits ein Fahrer auf uns, der uns ein Infopaket mit Dokumenten gab und uns zu unseren Unterkünften brachte. Daniel und ich wurden in verschiedenen Apartments einquartiert.

Als ich vor dem Apartment, im Stadtteil „Birkirkara“, stand, wunderte ich mich erst einmal über die Schwüle der Luft, die auch in der Nacht nicht verging. Die Straßen waren alle im gleichen Stil gebaut - mit Stein gearbeitet, alles in brauner und grauer Farbe und sehr wenig Grün.

Am nächsten Morgen war das „welcome meeting“ mit der Partnerorganisation. Dieses verlief sehr gut und wir machten uns danach auf zum Strand. Die Arbeit würde für mich erst am kommenden Tag beginnen. Bei diesem Ausflug lernte ich noch die anderen Praktikanten kennen.

Die Strände in Malta sind sehr schön und vielfältig. Die „Blue Lagoon“ und „Blue Grotto“ entwickelten sich zu meinen Lieblingsstränden. Das Wasser dort ist wunderschön blau und klar. In den ganzen 3 Wochen hatten wir unglaublich gutes Wetter, konnten den Tag also immer voll auskosten.

Wir waren auf den Busverkehr angewiesen, also besorgten wir uns in „Valletta“ erst einmal Wochentickets. Das Bussystem war in Ordnung, ließ an einigen Punkten aber zu wünschen übrig. Es kam also ein paarmal vor, dass der Bus überfüllt, zu spät, oder garnicht kam. Allerdings konnten wir uns mit Google Maps immer weiter helfen, welches uns sofort Ausweichrouten und andere Busverbindungen anzeigte.

Der erste Tag auf der Arbeit verlief gut. Die Arbeitsstelle befand sich im Ort „Paola“. Ich hatte das Glück, dass ein anderer deutscher Praktikant aus meinem Apartment auch dort anfing zu arbeiten. Um 9 Uhr waren wir vor Ort und begrüßten unseren Chef. Das Unternehmen, „Malta Car Trader“ war ein sehr kleines Unternehmen und bestand aus drei Räumlichkeiten. Ich kümmerte mich um die allgemeinen Bürotätigkeiten. Die Aufgaben waren zwar nicht sehr komplex, aber es gab so gut wie immer etwas zu tun. Unser Chef, Keith Sultana war ein sehr entspannter, aber auch durchsetzungsfähiger Mann. Er half uns in Malta zurecht zu kommen und gab uns Tipps wo wir hingehen sollten. Mit den Maltesern zu kommunizieren war rel. leicht, weil einfaches Englisch gesprochen wurde und die Einwohner sehr entspannt waren.

Die Freizeit auf Malta gestalteten wir immer anders. Wir schauten uns verschiedene Sehenswürdigkeiten an („Dingli Cliffs“ etc.), besichtigten die größeren Städte, wie “Valletta“ und waren oft am Strand. Wir sind tauchen gegangen, was für mich ein wirklich besonderes Erlebnis war und fuhren mit dem Schiff raus, um Höhlen zu besichtigen. Wir gingen abends nach „Sliema“ und in andere Stadtteile, die eine Fülle an Restaurants, Bars etc. boten.

Auch die Organisation der Abreise war rel. gut. Heißt, dass wir vor unserer Abreise immer wieder Infomails bekommen haben, bis wann wir gepackt und geputzt haben müssen und wer uns abholen wird. Vor Ort bekamen wir unser Zertifikat und sind dann am 19.07.2019 zurück nach Deutschland geflogen.

Zusammenfassend war Malta ein Ort, ganz anders als Deutschland. Abgesehen von dem warmen Wetter, was ich persönlich sehr schön fand, ist die „Natur“, soweit vorhanden, leider nicht sehr sehenswert gewesen. Was ich aber sehr genoss, waren die Strände und die Abende, da ich noch lange auf dem Balkon sitzen konnte und es nicht kalt wurde. Oft saßen wir dort zusammen und redeten über unsere Leben in Deutschland, Frankreich, Afghanistan oder der Türkei.

Malta hat mich vieles gelehrt in Bezug zum zwischenmenschlichen zusammenleben, respektieren und kommunizieren. Diese Erfahrung würde ich immer wieder gerne machen, da es drei einzigartige Wochen waren. In diesen konnte ich eine andere Kultur, Arbeitsweise und Menschen kennenlernen.

Eure

Carina Bunk
Kauffrau für Büromanagement
3. Lehrjahr




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